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Band- Biografie

Bad Eiselslohe, ein Ort westlich, südlich und östlich der Eifel, bekannt als Kurort für umgeknickte Skifahrer und gestresste Teilzeit-Dattelhändler. Bad Eiselslohe, außerdem bekannt für Eisbären nebst Domptage, sowie die ortsansässige Gewichtheberschule. In dieser Gewichtheberschule trafen zwei erheblich verschieden alte Aspiranten (Aspiranten war zu dieser Zeit das Lieblingswort der Bad Eiselsloher) aufeinander, A und sagen wir B, die sich nach Schlager sehnten, …in schwarz-weiß.

Der Frühstücksverwalter der Gewichtheberschule ein gewisser C, bog diesen fluoreszierenden Schlager in nautische, sowie lateinamerikanische Kanäle. Das Grundgerüst ward geboren. Es fehlte einzig der Pate. Eugen Egner, einer der Stimmen aus Steckdosen hörte (außerdem bekannt als D in der Pate Teil 3), sollte sich als der geeigneteste der beiden Kandidaten erweisen, auch weil der zweite Kandidat ein stummer Stein war, der zudem nur Unsinn von sich gab. Eugen Egner schrieb den Drei die Nudelprinzessin auf den Leib, worauf sie aufhörten sich zu waschen. Drei Jahre lang.

Der erste Schritt ward getan, einzig und allein fehlte derjenige, der aus der Posaune heraus atmet, ein rasend Suchender und treibend Findender, …der Faxe.

Trotz all dieser zufälligen und doch wahrlichen Begebenheiten war die Band noch nicht komplett. Zwar lag auch dem Eisbären permanent ein Ridebecken im Ohr, jedoch gab es vorerst keinen, der die nötige Contenance, Reduktion und Melancholie aufbrachte, um diesen todtraurigen Liedern die nötige demütige Untermalung darzureichen.

Willaringen, Puerto Rico, die Hochburg des Fado und des philosophierenden Blechdeckelschlagzeugens sollte ihnen sein größtes Juwel zur Verfügung stellen: E, einen Extremausnahmesensibilisten.

F, unsere Bassistin, lernten sie eher zufällig kennen: Zu verdanken war die Begegnung einer gravierenden Verspätung, aufgrund einer Menge sich hinter den Zug werfender Personen, dann zu früh ausgestiegen und dann beim Fahrkartennachlösen basstechnisch durchaus positiv aufgefallen. Band komplett.

Dann eine Tour durch die Provinz, in viel zu engen mexikanischen Kostümen. Sie spielten auf zu Hochzeiten, Todesfällen und Schiffstaufen. Polka, Stones und Zara Leander. Mit Erfindung des Farbfernsehens verloren alle Intellektuellen mit einem Schlag ihre Jobs, außer dem Eisbären, der verdingte sich seinen Unterhalt als Parkanweiser im Kinderschwimmbecken.

Ein tropfendes Dach über dem Kopf, rationiertes Brot, spitzwegerische Zustände und trotz Allem der unbändige Wille Demut statt Selbstmord zu predigen, zeichnet diese erdige, nautische und zweifarbige Band aus.